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Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Muslime, die an den Verheißenen Messias und
Imam Mahdi, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad
Qadiani (as), glauben.

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Unterschiede in den Lehren der Religionen

Lehre des einen Gottes

Wenn wir die Lehren der Propheten näher betrachten, dann können wir leicht feststellen, dass sie durchaus gegen die jeweilig herrschenden Strömungen gerichtet waren. Diese Verneinung des Zeitgeistes führte zu heftigen Auseinandersetzungen, und oft schien es, als sollten ganze Länder in Flammen aufgehen. Doch immer wieder triumphierten die neuen Lehren, und ihre Leugner und Gegner sahen sich zur Ergebung gezwungen.

Wie unerhört muss zur Zeit Moseas die Lehre von dem Einen Gott geklungen haben! Und wie seltsam berührt die Geistigkeit Jesuas gegenüber dem Materialismus, der seine Wurzeln in der Weltlichkeit der Juden und des lasterhaften Roms geschlagen hatte! Tönte seine Vergebungsbotschaft nicht wie Hohn in den Ohren eines Volkes, das unter der Tyrannei der römischen Söldner zitterte und nach der gerechten Rache stöhnte? Wie unzeitgemäß müssen die Lehren Krishnasas geklungen haben, der einerseits Krieg predigte und anderseits lehrte, dass man sich aus der materiellen Welt zurückziehen müsse, um die Gaben des Geistes zu kultivieren! Die Lehre Zoroastersas, die alle Seiten des menschlichen Lebens berührte, muss auf seine zügellosen Zeitgenossen wie ein Schock gewirkt haben.

Der Heilige Prophet Muhammadsaw trat in Arabien auf und wandte sich an Juden und Christen. Wie seltsam muss das denen erschienen sein, die da glaubten, dass es außer ihrer eigenen keine andere Lehre mehr geben sollte! Dann lehrte er die Götzenanbeter von Mekka, dass Gott Eins und alle Menschen gleich seien. Wie eigentümlich muss seine Lehre einem Volke erschienen sein, das fest an die Überlegenheit seiner eigenen Rasse glaubte! Verhärtete Trinker und Spieler auf das Üble ihres Tuns hinzuweisen, fast alles zu kritisieren, was sie glaubten oder taten, ihnen eine neue Lehre zu geben und dann damit Erfolg zu haben, erscheint unmöglich. Es ist fast so, als wolle man gegen den Strom einen Fluss hinauf schwimmen, der mit gewaltiger Kraft einherrauscht. Das ist völlig jenseits menschlicher Kraft.

Wahre Gesandte Gottes

Alle Religionsbegründer haben Zeichen und Wunder getan. Sie verkündigten schon zu Anfang den Sieg ihrer Lehre und den Untergang jener, die versuchen würden, ihr Werk zu zerstören. Allen Hindernissen zum Trotz, die sich einmal aus ihrer Mittellosigkeit und dann aus eingewurzelten Überzeugungen und Denkgewohnheiten ergaben, erfüllten sich ihre Voraussagen.

Aber es ist nicht der Erfolg an sich, was hier zählt. Es ist der vor den Religionsbegründern im Namen Gottes vorausgesagte Erfolg, für den des betreffenden Propheten ganzes moralisches Ansehen aufs Spiel gesetzt wurde und der trotz der schlimmsten Widerstände erreicht wurde.

Mosesas, Jesusas, Krishnaas, Zoroasteras und der Prophet Muhammadsaw des Islams. Sie erlebten zwar keinen Fehlschlag. Hätten sie jedoch einen solchen erlitten, so hätten sie alles verloren, da sie allein und einzig mit der Wahrheit ihrer Prophezeiungen standen und fielen. Man hätte sie nicht zu Helden erklärt, sondern als Ehrgeizlinge und Intriganten verdammt. Die Geschichte hätte kaum von ihnen Notiz genommen, und dauernde Verachtung wäre ihr Los gewesen. Jedoch bezeugte ihr Erfolg ihre Wahrhaftigkeit.

Treue und Gehorsam werden auf die Dauer nur religiösen Lehrern entgegengebracht, wie z.B. Mosesas, Jesusas, Krishnaas, Zoroasteras und dem Heiligen Propheten Muhammadsaw des Islams. Viele Millionen menschlicher Wesen haben im Laufe der Zeiten getan, was diese Lehrer ihnen anbefahlen. Viele Millionen haben sich versagt, was diese Lehrer ihnen verboten. Ihre kleinsten Gedanken, Worte und Taten waren bestimmt von den Lehren ihrer Meister. Können Nationalhelden auch nur ein Jota jener Treue und Verehrung aufweisen, die diesen Lehrern entgegengebracht wird? All dies zeigt, dass die religiösen Lehrer von Gott kamen, und das, was sie lehrten, die Lehre Gottes war.

Der Unterschied in den Lehren der Religionen

Es stellt sich nun die Frage: Wenn alle diese Lehrer von Gott kamen, wieso konnten sich dann ihre Lehren so tiefgreifend voneinander unterscheiden? Kann Gott verschiedene Dinge zu verschiedenen Zeiten anbefehlen? Selbst die Menschen versuchen, ihre Grundsätze zu wahren und auch bei verschiedenen Gelegenheiten ein und dieselbe Ansicht zu vertreten. Die Antwort auf diese Frage lautet so: Wenn die Verhältnisse gleich blieben, so wäre es absurd, verschiedenartige Anweisungen herauszugeben. Aber da die Verhältnisse wechseln, ist eine Abwandlung der Lehren tiefe Weisheit. Zur Zeit des Propheten Adamas scheinen die Menschenwesen in einem Teil der Welt zusammengelebt zu haben; und das dauerte bis in die Tage Noahsas. Nach der Bibel dauerte dieses Zusammenleben bis in die babylonische Epoche hinein. Wie dem auch sei, den damaligen Menschen genügte eine einzige Lehre.

Bei allen Völkern der Erde, selbst bei den Wilden, die auf einsamen Inseln leben, finden wir Spuren aus der Geschichte der Sintflut. Es erscheint unwahrscheinlich, dass die ganze Welt erst von einer allgemeinen Überschwemmung verschlungen worden wäre und dass dann die Tradition hierüber sich in alle Teile der Welt ausgebreitete hätte. Wahrscheinlicher ist die Annahme, dass die Überschwemmung eines Teils der Erde die Zerstreuung der Bevölkerung in die verschiedenen Himmelsrichtungen zur Folge hatte. Wenn es nicht bewiesen werden kann, dass die Menschenwelt bis zu babylonischen Zeiten eine Einheit war, so leiht doch die Geschichte der Ansicht Gewicht, dass dies bis zur Zeit Noahsas der Fall war. Nach der großen Flut zerstreute sich die Bevölkerung in verschiedene Länder, wo die Lehren Noahsas wegen der ungenügenden Verbindungen bald in Vergessenheit gerieten.

Da eine Botschaft nicht in die fernen Länder getragen werden konnte, schickte Gott jedem Volke einen Propheten, damit es nicht ohne Leitung sei. Dies bewirkte die Aufspaltung der einzigen Lehre in verschiedene Religionen. Und da der menschliche Geist zu jener Zeit noch weit von der heutigen Stufe entfernt war und nicht überall die gleiche Entwicklung durchmachte, sandte Gott jedem Volke die ihm angemessene Lehre.

Der Unterschied in den Lehren der Religionen

Als aber der Mensch eine höhere Stufe erreicht und Land um Land besiedelt hatte und die Entfernungen dank den verbesserten Verkehrsmitteln zusammenschrumpften, erfasste er die Notwendigkeit einer weltumspannenden Lehre, die allen Lebenslagen gerecht würde. In der gegenseitigen Berührung erkannten die Menschen die Einheit ihres Geschlechts und dessen Schöpfers und Leiters. Und dann sandte Gott Seine endgültige Botschaft an die Menschheit dem Heiligen Propheten Muhammadsaw des Islam in die arabische Wüste. Es ist nicht zu verwundern, dass diese Botschaft mit einer Lobpreisung Gottes, des Herrn der Welten, beginnt. Sie spricht von Gott, Dem alle Lobpreisung gebührt, Der allen Völkern und Ländern in gerechtem Maße ihre Unterhaltsmittel zukommen lässt und kein Land oder Volk einem anderen vorzieht. Darum endet die Botschaft, die mit diesen Worten beginnt, mit der Anrufung des Herrn der ganzen Menschheit, ihres Königs und Gottes.

Der Prophet, der diese Botschaft brachte, war ein zweiter Adam. Wie es in der Zeit des ersten Adamas eine einzige Offenbarung und ein einziges Volk gab, so besaß die Welt in der Zeit dieses zweiten Adam wiederum eine einzige Offenbarung und wurde wiederum zu einem Volke. Wenn diese Welt von einem Gott geschaffen worden ist und wenn Gott gleichen Anteil nimmt am Schicksal aller Völker und Länder, dann ist es auch eine gebieterische Notwendigkeit, dass die Völker mit ihren verschiedenen religiösen Traditionen sich in einem Glauben und einem Ausblick einigen sollen.

Islam ist eine universelle Religion

Ohne den Heiligen Koran wäre der Zweck, für den die Menschheit geschaffen worden war, verfehlt gewesen. Wenn die Welt nicht um ein geistiges Zentrum gesammelt werden kann, wie können wir dann jemals dazu gelangen, die Einzigkeit unseres Schöpfers zu erfassen? Ein Fluss hat viele Nebenflüsse; schließlich wird er zu einem breiten Strom, und dann tritt seine Macht und Schönheit klar zu Tage.

Die Botschaften, die Mosesas, Jesusas, Krishnaas, Zoroasteras und andere Propheten in die Welt hinaus trugen, sind wie Nebenflüsse, die, an sich gut und heilbringend, in den einen großen Strom einmündeten und damit die Einheit Gottes dartaten und den ein letzten Zweck förderten, für den die Menschheit geschaffen wurde. Wenn der Heilige Koran diesen Zweck nicht erfüllt – wo ist die Lehre, die das tut?

Die Thora kann es nicht sein, spricht sie doch nur vom Gotte Israels; ebenso wenig Zoroasteras, der das Licht Gottes ausschließlich dem iranischen Volke bringt. Auch die Vedas bringen nicht das Heil, denn die Rishis schreiben vor, dass den Sudras – den Ureinwohnern Indiens –, wenn sie kühn genug sind, der Rezitation der Vedas zuzuhören, zur Strafe geschmolzenes Blei in die Ohren gegossen werden soll. Auch Buddhaas brachte die Vollendung nicht, denn obgleich sich der Glaube Buddhasas nach dem Tode seines Begründers in China ausbreitete, reichte doch sein eigener Gesichtskreis niemals über die Grenzen Indiens hinaus. Ebenso wenig erfüllt die Lehre Jesusas diesen Zweck.

Jesus war kein universeller Lehrer

Jesusas spricht:

"Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn ich sage euch wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehen, wird nicht zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe." (Matthäus 5:17-18)

Wir haben bereits beschrieben, was Mosesas und die früheren Propheten in dieser Hinsicht lehrten. Die christlichen Missionare sind in alle Welt hinausgegangen; aber Jesusas selbst trug sich nicht mit einem solchen Plan. Die Frage lautet nicht, was die gläubigen Christen zu tun versuchen, sondern: Was beabsichtigte Jesusas? Was wollte Gott, als Er Jesusas entsandte? Niemand beantwortet diese Frage klarer als Jesusas, wenn er sagt:

"Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel." (Matthäus 15:24)

"Denn des Menschen Sohn ist gekommen, selig zu machen, das was verloren ist." (Matthäus 18:11)

Die Lehre Jesuas gilt daher nur für Israel, nicht für andere. Es heißt, Jesusas habe seine Jünger ermahnt, unter die anderen Leute zu gehen:

"Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." (Matthäus 28:19)

Hierauf darf man aber nicht das Gebot Jesusas an seine Jünger ableiten, seine Botschaft auch fremden Völkern zu übermitteln. Wenn Jesusas von allen Völkern spricht, meint er damit alle Stämme Israels. Das drückt er auch mit folgenden Worten deutlich aus:

"Wahrlich, ich sage euch, ihr, die ihr mir seid nachgefolgt, werdet in die Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Stühlen und richten die zwölf Geschlechter Israels." (Matthäus19:28)

"Ich bin nur gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israels." (Matthäus15:24)

"Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde." (Matthäus 15:26)

Dann lesen wir:

"Diese Zwölf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: "Gehet nicht auf der Heiden Straße und ziehet nicht in der Samariter Städte, sondern gehet zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel." (Matthäus 10:5-6)

Man kann sich hier den Gedanken nicht vorstellen, die christlichen Prediger hätten einfach zuerst die Städte der Juden und nachher die der Heiden aufsuchen sollen. Denn "Gehet zu den verlorenen Schafen aus dem Hause Israel" bedeutet nicht nur: "Besucht ihre Städte", sondern: "Bekehrt sie zum Christentum".

Mit anderen Worten: Es müssen die Juden zu Christen werden; dann erst kann an die Bekehrung der anderen gedacht werden. Jesusas spricht deutlich aus, dass die Aufgabe, in Israel zu predigen und die Israeliten zu bekehren, nicht eher erfüllt sein wird, als bis er zum zweiten Male erscheint. So lesen wir:

"Wenn man euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in eine andere; wahrlich, ich sage euch, Ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt." (Matthäus 10:23)

Nach all dem bleibt kein Zweifel, dass nach Matthäus 28:19 die christlichen Prediger sich nicht auf den bloßen Besuch der israelitischen Städte zu beschränken, sondern auch deren Bekehrung zum Christentum durchzuführen hatten. Und da nach Matthäus 10:23 diese Verpflichtung dauert, "bis des Menschen Sohn (ein zweites Mal) kommt", handeln die christlichen Prediger gegen das Gebot Jesusas, wenn sie auch andern Völkern das Evangelium verkünden.

Die Apostel betrachten es ebenfalls als unzulässig, das Evangelium den Nicht-Israeliten zu predigen. Wir lesen:

"Die aber zerstreut waren in der Trübsal, so sich über Stephanus erhob, gingen umher bis gen Phönizien und Zypern und Antiochien und redeten das Wort zu niemand denn allein zu den Juden.." (Apostelgeschichte 11:19)

Die Apostel waren verärgert, als sie vernahmen, dass Petrus an einem Orte Nicht-Israeliten das Evangelium gepredigt hatte:

"Und da Petrus hinaufkam gen Jerusalem, zankten mit ihm die, die aus den Juden waren, und sprachen: Du bist eingegangen zu den Männern, die unbeschnitten sind, und hast mit ihnen gegessen.." (Apostelgeschichte 11:2-3)

Niemand hat daher vor dem Heiligen Propheten Muhammadsaw des Islams eine Botschaft an die gesamte Menschheit gerichtet; kein Buch ist vor dem Heiligen Koran an die ganze Menschheit gerichtet worden. Es ist der Heilige Prophet Muhammadsaw, der erklärte:

"Sprich: 'O Menschen, ich bin euch allen ein Gesandter Allahs.' " (7:159)

Die Offenbarung des Heiligen Koran sollte die Unterschiede und die Trennung zwischen den verschiedenen Religionen beseitigen, die aus den geographischen und völkischen Begrenzungen älterer Lehren entstanden waren. Wäre der Heilige Koran nicht gekommen, so hätte diese Zersplitterung fortgedauert. Die Welt hätte niemals erfahren, dass sie nur einen Schöpfer hat, und sie hätte auch nie erkannt, dass ihre Erschaffung einem großartigen Zwecke diente. Die Vielfalt der vorislamischen Religionen hinderte keineswegs das Kommen einer sie einigenden Lehre; sie schien es sogar eher zu fördern.

Quelle: Der 4. Khalifa: Hadhrat Mirza Tahir Ahmad: Der Heilige Koran, Verlag Der Islam, 6. Auflage, 1996, S. 20-24 (Bibelzitate nach der "Einheitsübersetzung", 5. Auflage, Deutsche Bibelgesellschaft, 1988)

Aktuelle Literatur

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