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Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Muslime, die an den Verheißenen Messias und
Imam Mahdi, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad
Qadiani (as), glauben.

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Muslime, die an den Verheißenen Messias und Imam Mahdi,
Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as), glauben.
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen

Politik und Wirtschaft im Islam

Was ist Güte?

Der heilige Koran hat diese Fragen bereits beantwortet: Vor seiner Erschaffung hat Gott in der tiefsten Natur des Menschen das universelle Konzept Gottes eingeprägt. Jedes Individuum muss sich nur auf sein Inneres, auf sein eigenes Gewissen besinnen, um feststellen zu können, was Gott ist. Gott ist Schönheit – Gott ist Güte! Und jeder Mensch weiß, was Schönheit und Güte ist! Alle Eigenschaften Gottes sind dem Menschen geläufig, da Gott dieselben in seine Natur eingeprägt hat. Wenn Sie Wahrheit sehen, werden Sie immer von ihr angezogen.

Wenn Sie Schönheit sehen, fühlen Sie sich auf natürliche Art und Weise zu ihr hingezogen. Also ist "Schönheit“ sinnbildlich für die Eigenschaften Gottes und diese Eigenschaften sind der gesamten Menschheit – ohne Beachtung ihrer geographischen Zugehörigkeit, ihrer Länder, Rassen, etc. - hinlänglich bekannt. Nun stellt sich die Frage, was Gott in diesem Sinne – im Sinne der Universalität – ist? Er ist wahrhaftig, er ist mitfühlend und liebend. Er sorgt für diejenigen, die sich nicht um sich selbst kümmern können. Er ist gerecht – absolut gerecht – und doch ist er gütig und vergebend.

Das sind Elemente der Güte, die in jede Art von Politik eingeführt werden können, ohne die säkulare Position eines Politikers zu beeinträchtigen. In diesem Zusammenhang spricht man von säkularen Werten, die sich nicht von einer bestimmten Religion ableiten. Es sind gerechte, der Menschheit gemeinsame und universelle Werte, zu denen ich Sie einlade.
Güte ist in Ihnen selbst!     

Und wenn der heilige Koran sagt "Kehrt zurück zu Allah und ruft auf seinen Weg“, so ist gemeint, "dass all die Güte, die in Allah zu sein scheint und all die Eigenschaften, von denen Ihr meint, sie seien in Allah enthalten, tatsächlich in Ihm sein müssen, denn Ihr selber respektiert diese Eigenschaften auf der Welt“. Aber man respektiert diese Eigenschaften nur, wenn sie auf der richtigen Seite stehen; wenn sie einem nützlich sind. Man weiß, dass sie respektwürdig sind; wenn sie aber auf der falschen Seite stehen, werden sie von uns abgelehnt. Das eigene Gewissen sagt einem, dass man eine fehlerhafte Entscheidung trifft, weil es noch dieselben Eigenschaften sind, die man instinktiv schätzt. Sie sind jedem Menschen angeboren, man lebt mit ihnen und man möchte genauso behandelt werden, als würde man von Gott - mit seinen schönen Eigenschaften – behandelt werden.

Wenn sich jemand Ihnen gegenüber in irgendeinem Bereich des menschlichen Daseins – in der Politik, in der Wirtschaft oder innerhalb anderer Sozialgefüge – wahrhaftig verhält, so werden Sie ihn unverzüglich aufgrund seiner Wahrhaftigkeit lieb gewinnen. Wenn dieser jemand ehrlich ist, werden Sie ihn für seine Ehrlichkeit schätzen. Verhält er sich Ihnen gegenüber gütig und warmherzig und hilft Ihnen dort, wo Sie Hilfe benötigen, wird es Ihnen nicht möglich sein, dieses Verhalten im Namen der Säkularisierung abzulehnen. Sie werden nicht sagen können „das sind moralische – göttliche – Verhaltensweisen, diese kümmern uns nicht“. Falls man so vorginge, wäre dies purer Wahnsinn!

Rückkehr zu den universellen Eigenschaften Gottes

Deshalb fordere ich Sie auf, sich vom Wahnsinn ab- und der Weisheit zuzuwenden. Denn dieser Wahnsinn wirkt sich im Umgang mit rivalisierenden Nationen, Interessen und Gruppen ansteckend aus. In solchen Situationen bevorzugt der Mensch eine Behandlung gemäß der Eigenschaften Gottes, zur selben Zeit unterlässt er es allerdings, andere auf dieselbe Weise zu behandeln. Würde er so handeln, müsste er dafür Einbußen hinnehmen und Opfer erbringen.

Dies ist meine Botschaft an Sie und durch Sie an die ganze Welt: Kehren Sie zu den Eigenschaften Gottes zurück, die universell und in keiner Weise benachteiligend sind. Und ohne dieses Erwachen – ohne diese universelle und ewige Weisheit – wird nicht ein Problem der Menschheit gelöst werden können, wie nachdrücklich man darauf auch beharren mag. Keine Macht der Welt kann dies bewirken. Es ist solange unmöglich, bis sich nicht alle Mächte zur Rückkehr zur „absoluten Gerechtigkeit“ und zur absoluten Einhaltung der Moral entschließen. Aber wo gibt es diese "absolute Gerechtigkeit“? Wie können wir dieses Problem lösen?

Politiker sind nicht "blöde“ – wir wissen das; sie sind sehr weise Menschen, andernfalls wären sie nicht zu den Positionen aufgestiegen, in denen sie sich befinden – obgleich manchmal auch auf Kosten der Moral!
Dies ist eine von Profitsucht geprägte Welt, in der das Eigeninteresse regiert. Moralität wird nur dann akzeptiert und respektiert, wenn sich daraus Eigennutz ergeben kann, nicht jedoch wenn der Gegner davon profitieren könnte. Das ist das Dilemma - die globale Krise, mit der wir uns heute konfrontiert sehen. Der heilige Koran erinnert daran, dass ohne eine Korrektur dieses Zustands rein gar nichts erreicht werden kann.

Die Unmoral des Menschen

Der eigentliche Zweck der von mir zitierten Verse ist, "die eigenen Feinde in Freunde zu wandeln“. Wie kann man solche Verhältnisse erhalten, in denen keine Feindschaft mehr übrig ist?

Wenn Feindschaft zurückbleibt, so ist dies auf das beeinträchtigte Verhältnis der Menschen zu ihrem Leben zurückzuführen. Unbeachtet bleibt dabei, dass sie zur Schaffung von Gutem geboren worden sind. Aufgrund ihrer Entscheidungen und der Verwüstung, die das Ego unter den Menschen verursacht, erscheint der Mensch letztendlich als unmoralisches Tier, wie bereits Karl Marx bemerkte. Mit dieser Feststellung legte er den Grundstein des wissenschaftlichen Sozialismus: er war der festen Überzeugung, dass menschliche Angelegenheiten solange nicht gerade gerückt oder stabilisiert werden können, bis man nicht die Faktoren, die Rivalitäten und Gesellschaftsklassen begünstigen, radikal auslöscht und die Menschheit auf ein gleiches Niveau bringt.

Wenn es jedoch verschiedene Niveaus gibt, und der Mensch unmoralisch ist, wird er versuchen, die über ihm Stehenden zu stürzen. Dies wird er tun, um selbst emporsteigen zu können und er wird nicht davor zurückschrecken, auf den Rechten anderer herumzutrampeln! Dies hat Marx erkannt, und bis zu diesem Punkt hat er Recht behalten. Aber der Versuch, die fehlende Moral des Menschen durch ein unmoralisches System zu kurieren, war ein Widerspruch in sich – dies konnte nicht funktionieren. Kein System der Welt kommt ohne Moralität aus. Diesen Aspekt vergaß Marx aus Gründen der Bequemlichkeit heraus und dieses Vergessen kam der kommunistischen Welt teuer zu stehen. Für das Fehlen von Moralität musste ein hoher Preis entrichtet werden.

Viele sagen, es sei der Kommunismus, der versagt hätte. Ich sage "Nein“! Der Kommunismus hatte natürlich auch andere gravierende Schwächen, aber der Mangel an Moralität war es, der das kommunistische Reich zum Einsturz brachte, denn die Hüter des Kommunismus waren unmoralisch. Sie waren selbstsüchtig – sie nutzten ihre Macht auf selbstsüchtige und unmoralische Art aus. Wenn Sie nicht so gehandelt hätten, wäre das, was wir an der Berliner Mauer gesehen haben, nicht passiert. Es hätte eine andere kommunistische Welt gegeben, die sicherlich auch zu Grunde gegangen wäre, aber nicht so rasch wie es tatsächlich geschehen ist.

Und immer die mächtige Wirtschaft

Zurück zum Thema; was ist der eigentliche Kern des Problems und wie kann man eine Lösung herbeiführen? Der heilige Koran erinnert uns, zur "Vorstellung von Gott“ zurückzukehren. In diesem Zusammenhang betrachte ich diese Verse nicht aus der Sichtweise des Predigens, sondern aus der Sichtweise heraus, den Menschen zur Rückkehr zu Gott zu bewegen.

Wie kann ein Politiker zu Gott gerufen werden? Er wird mit einem Problem konfrontiert werden: auch wenn er von der Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit dessen, was ich sage, überzeugt ist, ist es für jeden Politiker der Welt ein Ding der Unmöglichkeit zu absoluter Moralität und zu Gott zurückzukehren. Ursache hierfür ist, dass die Politik überall auf der Welt durch die Wirtschaft kontrolliert wird.

Die Politik steht unter dem Diktat der Wirtschaft und solange die Selbstsucht den Menschen dominiert – und der Mensch ist selbstsüchtig – wird es für ihn nicht möglich sein, die wirtschaftlichen Interessen seines Landes zugunsten der Moral zurückzustellen. Hier entsteht und vertieft sich das Problem; trotzdem können die Menschen das Offensichtliche nicht erkennen. Aus den Ruinen der alten hat sich bereits eine neue Welt erhoben.

Verschiedene Dinge sind im Begriff sich zu ändern, neue Allianzen werden in Aussicht gestellt, neue Gruppierungen sind im Entstehen – ökonomische Befürchtungen sind es, die diesen Umsturz verursacht haben. Bestimmend für die Wahl ist dann die Frage, ob man an der Seite dieser oder jener Nationen sein möchte. Diktiert wird das alles einzig und allein von der Wirtschaft!

Bei Betrachtung der Geschichte der menschlichen Konflikte und der Kolonialisierung großer Teile der Welt durch die Mächte Europas sieht man, dass immer und immer wieder die Wirtschaft der ausschlaggebende Faktor gewesen ist! Ist die Wirtschaft als solche unehrlich, unmoralisch und kennt keine Selbstlosigkeit – oder wird sie durch den menschlichen Egoismus kontrolliert – dann wird eine bloße Predigt über die Güte, wie mächtig sie auch ist, nicht in der Lage sein, irgendeine Veränderung im politischen System der Welt zu bewirken. So mag man zwar über Gerechtigkeit sprechen, wie aber soll man sie zur festen Größe in zwischenmenschlichen Angelegenheiten machen? Diesem Teil wende ich mich nun zu.

Quelle: Der 4. Khalifa der Ahmadiyya Muslim Jamaat: Mirza Tahir Ahmad, Universelle moralische Werte Politik und Weltfrieden, Verlag der Islam, S. 11-16 

Aktuelle Literatur

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