Die Ankunft des Imam Mahdi
 

Abu Huraira (r) sagte:

»Als dem Heiligen Propheten (s) die Sura Al-Dschumu'ah des Heiligen Qur-ân offenbart wurde, geschah dieses während wir uns in seiner Begleitung befanden. Als er den Vers rezitierte: Wa achariina minhum lam'maa jallhakuu behimm (Und unter den anderen von ihnen, die sich ihnen noch nicht zugesellt haben) *, fragte einer der Anwesenden ihn: „Wer sind sie, O Gesandter Allahs?“ Der Heilige Prophet (s) schenkte dem keine Beachtung. Der Mann wiederholte seine Frage zwei- oder dreimal. Zu der Zeit saß auch Salman, der Perser, unter uns. Der Heilige Prophet (s) drehte sich zu ihm hin, legte seine Hand auf ihn und sagte: „Selbst, wenn der Glaube bis hin zum Siebengestirn hinaufstiege (d.h. komplett von der Erde verschwände), würde es einige von seinen Leuten geben**, die den Glauben auf der Erde wiederherstellen werden.“«
BUKHARI
* Anmerkung:

Dieser Vers ist der Teil eines Verses, in dem die erste Ankunft des Heiligen Propheten (s) erwähnt wird, gefolgt von einer Anspielung auf zukünftige Begebenheiten, in der gesagt wird, dass es auch in den letzten Tagen einige Menschen geben wird, die den Rang der frühen Gefährten des Heiligen Propheten (s) erreichen werden. Offenbar ist hier die Sprache von einer zweiten Ankunft des Heiligen Propheten (s) in den letzten Tagen, weil dieser Nebensatz von dem vorher in Bezug auf die erste Ankunft des Heiligen Propheten (s) gebrauchten Verb bestimmt wird (im arabischen).

** Anmerkung:

In einer anderen Version wird anstatt „einige seiner Leute“ gesagt „einer von seinen Leuten“.




Abu Huraira (r) berichtet, dass der Heilige Prophet (s) sagte:

»Bei Ihm, in Dessen Händen mein Leben liegt, der Sohn Marias wird bald unter euch erscheinen. Er wird Recht sprechen. Er wird das Kreuz brechen, das Schwein töten, Krieg abschaffen (der Religion unter göttlicher Leitung zu willen), und den Reichtum verteilen, aber niemand wird es anerkennen. In diesen Tagen wird eine Niederwerfung vor Allah besser sein als die Welt und alles was sie enthält.«

In seiner Erzählung sagt Abu Huraira (r) *:


»Wenn ihr wollt, mögt ihr den Vers lesen: Wa im'minn a'hillkeetabee illa lajjo minnanna behii kabla mantehii; wa jaumall ejaamate jakuuno alaihim scha'hidann (Es ist keiner unter dem Volk der Schrift, der nicht vor seinem Tode daran glauben wird; und am Tage der Auferstehung wird er (Jesus) ein Zeuge wider sie sein. Sura Al-Nisa, Vers 160).«
BUKHARI
* Anmerkung:

Es sollte hier beachtet werden, dass dieses die Meinung von Abu Huraira (r) ist, und nicht die Worte des Heiligen Propheten (s) sind.




Der Heilige Prophet (s) sagte:

»Nehmt euch in acht; zwischen Jesus, dem Sohn der Maria, und mir wird es keinen Propheten oder Gesandten geben. Erinnert euch daran; er wird nach mir meinen Anhängern mein Khalifa sein. Erinnert auch daran; er wird den Antichrist töten, das Kreuz brechen sowie das Erheben von Jizia (Steuer, die von den Besiegten eingesammelt wird) abschaffen, da es keine Kriege mehr geben wird. Erinnert euch daran, dass, wer immer ihm begegnet, ihm meine Grüße ausrichtet.«
TABRAANI



Anas (r) sagte, dass der Heilige Prophet (s) sagte:

»Wer immer von euch Jesus, den Sohn der Maria, trifft, soll ihm meine Grüße ausrichten.«
DAR MASHOOR



Thaubaan (r) berichtet, dass der Heilige Prophet (s) sagte:

»Wenn ihr den Mahdi findet, verrichtet das Baiat (Treue-Eid) an seiner Hand. Ihr müsst zu ihm gehen, selbst wenn es bedeutete, ihn auf Knien (rutschend) über eisbedeckte Berge hinweg zu erreichen. Er ist der Mahdi und der Khalifa Allahs.«
IBN MAAJAH



Abu Huraira (r) berichtet, dass der Heilige Prophet (s) sagte:

»In was für einem (erbärmlichen) Zustand werdet ihr sein, wenn der Sohn Marias unter euch erscheinen wird, während er euer Imam (religiöser Führer) von euch sein wird.«

In einer anderen Version heißt es: »Er wird von euch sein und euch führen.«
BUKHARI



Muhammad bin 'Ali (r) sagte:

»Gewisslich werden zwei Zeichen für unseren Mahdi erscheinen, die es noch nie vorher gegeben hat (als Zeichen der Wahrheit für jemand anderen) seit der Erschaffung von Himmel und Erde. Im Monat Ramadan (Fastenmonat) wird der Mond sich in seiner ersten Nacht* (während der Verfinsterung) verfinstern, und die Sonne wird sich am mittleren Tag (während ihrer Tage der Verfinsterung) verfinstern. Beide diese Finsternisse werden im selben Monat Ramadan stattfinden. Und diese zwei Zeichen sind noch nie vorher erschienen, seitdem Allah Himmel und Erde erschuf.«
SUNAN DAR QUTNI
* Anmerkung:

Offensichtlich ist hier nicht die erste Nacht des Monats gemeint, weil sich hier auf den Mond als hilal (zunehmend) bezogen wird, und dieses Wort so auf die ersten drei Nächte des Erscheinens des Mondes zutreffen kann. Überdies kann der Mond der ersten Nacht niemals verfinstert werden; nicht zu erwähnen die Schwierigkeit seiner Sichtung.




Salman bin ’Amr bin Al-Ahwas (r) berichtet, dass sein Vater ihm erzählte, die letzte Pilgerfahrt des Heiligen Propheten (s) miterlebt zu haben:

»Der Heilige Prophet (s) lobpreiste Allah und verherrlichte Ihn und ermahnte die Versammlung und fragte: „Welches ist der heiligste Tag? Welches ist der heiligste Tag?“ Die Menschen antworteten: „Der Tag der größten Hadsch (Pilgerfahrt im Islam), O Gesandter Allahs.“
Der Heilige Prophet (s) sagte: „Bedenkt, dass all eure Leben, eure Besitztümer und eure Ehre dieselbe Heiligkeit besitzen wie dieser Tag, diese Stadt und dieser Monat.
Niemand wird zur Verantwortung herangezogen außer für seine eigenen Taten. Ein Vater wird nicht zur Verantwortung gezogen für die Taten seines Sohnes. Ein Sohn wird nicht zur Verantwortung gezogen für die Taten seines Vaters.
Bedenkt, dass jeder Muslim dem anderen ein Bruder ist. Niemand soll sich etwas aneignen, das seinem Bruder gehört, es sei denn mit dessen Erlaubnis.
Bedenkt, dass alle Zinsen, die in unwissenden Tagen auf Darlehen erhoben wurden, abgeschafft worden sind, außer für jenes Kapital, das in eurem Besitz verbleibt. Behandelt niemanden ungerecht und ihr werdet auch nicht ungerächt behandelt. Deshalb sind auch die Zinsen, die an Abbas bin Abdul-Muttalib (ein enger Verwandter des Heiligen Propheten (s)) zu zahlen sind, völlig abgeschafft worden.
Alles Blut, das während der heidnischen Zeit vergossen wurde, hat ungerecht zu bleiben. Der erste Blutsanspruch, den ich abschaffe, ist der auf Ibn Rabi'a bin Al-Harith bin Abdul-Muttalib (ein naher Verwandter des Heiligen Propheten (s)), der unter den Bani Layth aufwuchs und von Hudhayl getötet wurde.
Ermahnt einander, eure Frauen mit Güte zu behandeln, denn sie sind euer Pfand (ihr werdet für sie zu Verantwortung gezogen). Ihr besitzt keine Autorität über sie, außer wenn sie eines krassen Fehlverhaltens schuldig sind. Sind sie es, dann lasst sie allein in ihren Betten und züchtigt sie, aber nicht zu schwer. Wenn sie gehorchen, so habt ihr keine Rechtfertigung (hart zu ihnen zu sein; also sucht keine). Bedenkt, dass ihr bestimmte Rechte über eure Frauen besitzt. Euer Recht über sie ist jenes, dass sie ein keusches Leben führen sollen. Sie sollen niemandem, den ihr missbilligt, den Eintritt in eure Häuser erlauben. Ihr Recht über euch ist jenes, dass ihr für ihren Lebensunterhalt verantwortlich seid.“«
TIRMIDHI