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Großer Schritt zum Fach Islamische Religion

Datum: 08. März 2013

Gießen (si). Die Justus-Liebig-Universität wird in den kommenden Monaten die hessenweit ersten Grundschullehrer für das Fach Islamische Religion weiterbilden. Das Kultusministerium in Wiesbaden hat dafür 21 Pädagogen ausgewählt, die bereits im Schuldienst tätig sind.
Sie werden Vorlesungen, Übungen und Seminare an der Professur für Islamische Theologie und ihre Didaktik besuchen und dort auch eine Prüfung ablegen. Bereits nach den Sommerferien sollen sie dann das Fach, das in Hessen bislang nicht angeboten wird, in den Schulen unterrichten. Das bestätigte das Ministerium der Gießener Allgemeinen Zeitung.

Bereits zum vorletzten Wintersemester (2011/12) hatte die Liebig-Universität den landesweiten Auftrag für die Grundschullehrer-Ausbildung im Fach Islamische Religion bekommen. Inzwischen ist der zweite Jahrgang eingeschrieben, 56 Studierende sind es insgesamt. Läuft alles planmäßig, werden die ersten Ende kommenden Jahres das Staatsexamen ablegen und anschließend das zweijährige Referendariat beginnen. Weil die Landesregierung nicht bis 2016 warten wollte – erst dann werden die ersten Lehrkräfte komplett ausgebildet sein – startet jetzt die Weiterbildung. Die Lehrerinnen und Lehrer durchlaufen dort ein Programm mit 240 Semesterwochenstunden, in dem die theologisch-fachdidaktischen Inhalte umfassend vermittelt werden sollen.

Wer das Unterrichtsfach Islamische Religion studieren will, muss – wie im Grundschullehramt üblich – auch Deutsch und Mathematik belegen. Hinzu kommen die obligatorischen Anteile in den Erziehungs- und Grundwissenschaften (plus Didaktik der Grundschule, musisch-ästhetische Bildung und Bewegungserziehung). Das Studienfach Islamische Religion vermittelt dann die theologischen Grundlagen und Hauptquellen des Islam, Fragen der Glaubenspraxis in Vergangenheit und Gegenwart sowie islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik.

Am Ende sollen die Studenten die elementaren islamischen Glaubensinhalten kennen und in den geschichtlichen Kontext einordnen können, den Koran textkritisch lesen und beispielsweise die Entwicklung der verschiedenen Rechtsschulen nachvollziehen; aber sie sollen auch pädagogisch und theologisch begründen können, warum islamischer Religionsunterricht in einer weltanschaulich neutralen Schule angeboten wird. Denn klar ist: Der Religionsunterricht soll zwar bekenntnisorientiert angeboten werden (natürlich in deutscher Sprache). Gebunden sind Lehrkräfte und Inhalte dabei aber wie in jedem anderen Fach an die rechtsstaatlichen Prinzipien des Grundgesetzes. Als Partner hat sich Land für den Landesverband der türkischen Moscheengemeinschaft Dibit und die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde entschieden, sie haben auch bei der Entwicklung der Studieninhalte mitgewirkt.

Für die Ausbildung hat die Justus-Liebig-Universität die Professur für islamische Theologie und ihre Didaktik neu eingerichtet. Sie ist noch nicht regulär besetzt, vertreten wird sie von Dr. Yasar Sarikaya. Der 46-Jährige hat in Ankara Islamische Theologie und dann in Bochum Orientalistik, Islamwissenschaft und Pädagogik studiert, die Promotion folgte ebenfalls in Bochum, die Habilitation in Istanbul. Sarikaya war zuvor schon in Nordrhein-Westfalen (und dann in Hessen) an den Entwicklung des Schulfaches Islamische Theologie beteiligt. Wie alle Religionen habe der Islam einen religiösen und einen kulturellen Aspekt, sagte er jetzt im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung. Im Studium werde es zentral auch um die Erkenntnis gehen, dass der Islam und die Moderne nicht in Widerspruch zueinander stehen müssten. Wissenschaftlich arbeitet die Professur unter anderem mit der evangelischen und theologischen Theologie, den Grundwissenschaften (Politik, Soziologie, Pädagogik, Psychologie) und dem Gießener Zentrum Östliches Europa zusammen.

Wer Islamische Religion in Hessens Grundschulen unterrichten will, muss sich zum muslimischen Glauben bekennen – ähnlich wie bei katholischer und evangelischer Religionslehre, wo jeder Bewerber die Zustimmung der Kirche benötigt. Unter den Studenten in Gießen sind jedoch auch Nichtmuslime. Sie haben das Fach laut Sarikaya »aus persönlichem Interesse« belegt oder in der Hoffnung, dass in Hessen das Schulfach Ethik mit Schwerpunkt Islam angeboten wird. Das war zunächst fest geplant, spielt derzeit aber keine Rolle mehr.

Hinweis: Dieser Inhalt ist lediglich ein Verweis auf einen extern (nicht auf dieser Website) veröffentlichten Medienbericht. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland übernimmt in inhaltlichen Angelegenheiten zu diesem Artikel keine Verantwortung.

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