Bei Fragen zu Islam Ahmadiyya rufen Sie uns unter der kostenlosen 24/7 Hotline 0800 210 77 58 oder 0800 000 13 25 (türkisch) an.

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Muslime, die an den Verheißenen Messias und
Imam Mahdi, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad
Qadiani (as), glauben.

Kontakt:
Bei Fragen und Informationen rund um den Islam und der Ahmadiyya stehen wir Ihnen jederzeit über unser Kontaktformular, via E-Mail oder auch telefonisch unter der kostenlosen Hotline (Festnetz & Mobilfunk in Deutschland) 0800 210 77 58 und für Türkisch-Sprechende unter 0800 000 13 25 zur Verfügung.

Muslime, die an den Verheißenen Messias und Imam Mahdi,
Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as), glauben.
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen

Interreligiöser Dialog: Rolle der Frau in Judentum und Islam

Datum: 01. Dezember 2012

Lich (nab). Das Forum für Völkerverständigung hatte zum interreligiösen Dialog eingeladen: Es ging um die Rolle der Frau im Judentum und im Islam.

Eines ist unumstritten: Als Judentum, Christentum und Islam entstanden, hatten Männer das Sagen. Welche Stellung haben die Religionen also für ihre weiblichen Mitgliedern vorgesehen? Und vor allem: Wie sieht es heute aus? Können sich in einer säkularen Welt religiöse Regeln auch mit der Vernunft erklären lassen und können sie gegen nicht-religiöse Argumente bestehen? Fragen wie diese beantworteten am Donnerstagabend im Kulturzentrum ehemalige Bezalel-Synagoge Monika Bunk, stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Marburg und Syeda Quratulain Gardezi von der Ahmadiyya Muslim Jamaat Darmstadt.

Zunächst referierte Monika Bunk über die Stellung der Frau im Judentum, der Religion, die um circa 1200 v. Chr. entstanden ist und heute rund 14 Millionen Anhänger hat. »Von Alters her wird die Rolle der jüdischen Frau über die Bibel und die jüdischen Schriften definiert, doch oft ist dies nicht mit der Realität kompatibel«, so Bunk. Zwar werde in der Thora die Frau als Besitz des Mannes definiert, deren Wirkungskreis auf den häuslichen Bereich beschränkt ist, doch gebe es aber seit der Diaspora des Mittelalters viele unterschiedliche Handhabungen. »Einen einheitlichen Status der Frau innerhalb der Gemeinde gibt es nicht«, so Bunk. In liberalen Gemeinden werden Frauen zum öffentlichen Gebet aufgerufen, und im Jahr 1972 wurde in den USA die erste Rabbinerin ordiniert. »Doch liegt auch noch vieles im Argen«, resümierte Bunk. Gerade in ultraorthodoxen Kreisen gebe es massive Vorbehalte gegen die gleichberechtigte Teilnahme am öffentlichen Gebet und religiösen Pflichten, gegen die Zulassung von Frauen zu religiösen Ämtern und einer Gebetssprache, die die Frauen einschließt.

»Koran macht keinen Unterschied«
Aber auch »Die Frau im Islam« ist ein Thema, das polarisiert, weiß Syeda Quratulain Gardezi. Sie ist Mitglied der Ahmadiyya Muslim Jamaat, einer Gemeinschaft, die sich 1889 in Indien gegründet hat und sich als Reformbewegung versteht. Die nach eigenen Angaben weltweit zwölf Millionen Mitglieder (davon leben etwa 40 000 in Deutschland) wollen zurück zu den Wurzeln des Islams, zur reinen Lehre, fern der kulturellen Einflüsse der vergangenen 1400 Jahre. Und schnell machte die Referentin deutlich, dass die Rolle von Frauen ganz vielfältig sind. »Es kommt auf die Lesart des Korans an, auf die verschiedenen Lebensentwürfe und Nationalitäten, auf die Kulturen in denen die Frauen leben und die Bildungshintergründe«, so Gardezi. Und dennoch mache der Koran keinen Unterschied zwischen Mann und Frau, erläuterte die Diplompädagogin bei ihrem Einblick in die Lehre des Islam. In Sure 9 stehe, dass Mann und Frau aus einem einzigen Wesen erschaffen wurden. »Dass heißt, sie haben die gleiche Materie und den gleichen Ursprung und deshalb kann sich auch kein Geschlecht über das andere erheben.« In Sure 2 werde die Rolle der Frau als Ehefrau definiert, sie sei dem Mann ein Gewand und der Mann der Frau ein Gewand. »Gegenseitiger Schutz, Liebe und Zärtlichkeit werden als Idealmerkmale einer Ehebeziehung beschrieben« erklärte Gardezi.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die knapp 50 Besucher unter der Gesprächsleitung des evangelischen »Ökumene«-Pfarrers Bernd Apel reichlich Fragen an die Referentinnen. Ist es etwa den Religionsmitgliedern erlaubt, einen Menschen anderen Glaubens zu heiraten, wollte eine Besucherin wissen. Während es im Judentum unterschiedliche Lösungen abhängig von der Einstellung gibt, ist es im Islam nur dem Mann gestattet, Jüdinnen oder Christinnen zu heiraten, und auch nur, wenn diese gläubig sind. Als junge und moderne Muslim sieht Gardezi darin aber keineswegs eine Diskriminierung von Frauen, sondern ein Schutz, für den sie Verstädnis aufbringen kann: »Will etwa eine muslimische Frau fasten und damit auch sexuell enthaltsam sein, könnte es zu Problemen kommen, wenn ein andersgläubiger Mann muslimische Regeln wie diese nicht toleriert«, erklärt Gardezi. Im Kontext der Philosophie und der Hintergründe des Islams machen manch altmodisch anmutende Regeln auch heute, in der modernen Welt, für sie Sinn.

Der Gesprächsbedarf an diesem Abend war enorm und das war ganz im Sinne der Veranstalter, des Forums für Völkerverständigung Lich und der Lajna Imaillah, der Frauenorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Jutta Dörrenhaus, die stellvertretende Vorsitzende des Forums betonte, dass es bei der Reihe »Religionen der Welt« vor allem darum gehe, Vorurteile abzubauen und Konflikte vermeiden zu helfen: »Wichtig ist das Verstehen und die Akzeptanz des anderen, denn Unkenntnis ist gefährlich, weil sie zu Ablehnung und – wenn Angst dazukommt – zu Fanatismus führt.«

Hinweis: Dieser Inhalt ist lediglich ein Verweis auf einen extern (nicht auf dieser Website) veröffentlichten Medienbericht. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland übernimmt in inhaltlichen Angelegenheiten zu diesem Artikel keine Verantwortung.

Quelle: Originalartikel lesen

Aktuelle Literatur

Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (as)
Hadhrat Mirza Bashir ud-Din Mahmud Ahmad (ra)
Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba)
Verschiedene Autoren
Hadhrat Mirza Bashir ud-Din Mahmud Ahmad (ra)
Sir Muhammad Zafrullah Khan
Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (as)
Verschiedene Autoren
Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (as)
Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (aba)
Hadayatullah Hübsch
Hadhrat Mirza Tahir Ahmad (rh)
MTA TV Livestream Unsere Moscheen in Deutschland Der Heilige Koran
Google+