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Leipzig sagt ja: Dialoge für Gohlis übergab 5.950 Unterschriften pro Moscheebau an OBM Burkhard Jung

Datum: 08. Februar 2014

Wieviele Petitionen gibt es eigentlich rund um den geplanten Moschee-Bau der Ahmadiyya-Gemeinde an der Georg-Schumann-Straße in Gohlis? Zwei, drei? - Eine gibt es auf jeden Fall. Am Freitag, 7. Februar, wurde sie vor dem Eingang der Friedenskirche in Gohlis für alle sichtbar. Zumindest ein Stück daraus, ungefähr ein Fünftel von insgesamt 30 Meter Unterschriftenlisten, die die Initiative „Dialoge für Gohlis“ gesammelt hat.

Ins Leben gerufen hat diese Petition Martin Meißner mit dem klaren Motto „Leipzig sagt Ja!“ am 23. Oktober 2013. Das scheint lange her. Damals kochte rund um die geplante Baustelle an der Georg-Schumann-Straße so etwas wie organisierter "Volkszorn" hoch, bei dem sich vor allem eine Partei so richtig in ihrem Element fühlte: die NPD, auch wenn die direkten Spuren in etwas andere Parteigefilde wiesen. Denn auch die CDU spielt gern mit den Ressentiments und Vorurteilen, die man eher im rechten Milieu verortet.

Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Und das begriff auch so Mancher in der Leipziger CDU, als eine NPD-nahe "Elterninitiative" in Schönefeld begann, die Angst rund um die geplante Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Fechner-Gymnasium zu schüren. Wer fremdenfeindliche Ressentiments bedient, schürt zwar einerseits die uralten Vorurteile, die bis in die so genannte "Mitte der Gesellschaft" nachweisbar sind - aber er spielt vor allem die Musik der Ewiggestrigen, die alles hassen, was nicht in ihr "homogenes" Weltbild passt.

So sorgte im Herbst erst eine solche Stimmung machende Petition im Leipziger Norden für dumpfe Töne - und für Entsetzen bei der eigentlichen Mehrheit im Stadtteil, der tatsächlich ein bunter, weltoffener ist. Dafür stand am Freitag, 7. Februar, auch die offene Tür der Friedenskirche, vor der Martin Meißner seine Petition an den Leipziger OBM übergeben wollte. Und weil die dubiose Bürgerinitiative, die da gegen den Moscheebau stänkerte, ihre Petition großmäulig überschrieben hatte mit "Gohlis sagt Nein!", gab er seiner Petition den Titel "Leipzig sagt Ja!".

Vom 23. Oktober 2013 bis zum 22. Januar 2014 wurden Unterschriften gesammelt. In 91 Tagen unterschrieben fast 6.000 Personen die Petition „Leipzig sagt Ja!“, darunter 2.793 auch namentlich nachvollziehbare LeipzigerInnen. Die Petition spricht sich für das Recht auf Religionsfreiheit und die Errichtung einer Moschee in Leipzig aus. Aus dem Petitionstext: „Wir sind der Meinung dass es im Europa des 21. Jahrhunderts keinen plausiblen Grund gibt einer Glaubensgemeinschaft ihre Gebetsräume zu verbieten."

Eigentlich ein Selbstverständnis. Darauf ging auch OBM Burkhard Jung am Freitag bei der Übergabe der Überschriften ein. Er zitierte gleich mal das Grundgesetz, mit dem sich einige Akteure in Sachsen so schwer tun. Da steht auch der oft zitierte Spruch: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Und dafür gehöre, so Jung, auch das verbriefte Recht auf freie Religionsausübung. So sieht es auch Pfarrer Ralf Günther, der auch die Freiheit der Religionsausübung zu würdigen weiß, die auch die evangelische Kirche besitzt. Zur selbst erlebten Toleranz gehöre auch, anderen ebenfalls Toleranz zu gewähren. "Wir treten für eine Kultur des Willkommens ein", sagt er.

Und äußert ebenso wie Martin Meißner sein Unverständnis dafür, dass man so eine Selbstverständlichkeit überhaupt noch äußern muss. Auch Burkhard Jung findet es "in der Tat bedrückend, dass es überhaupt notwendig ist." Aber eines hat der Herbst deutlich gezeigt: Wenn man die schwelenden Ressentiments einfach ignoriert und nicht beim Namen nennt, dann tauchen sie - im Schafspelz - immer wieder auf. Als "Bürgerinitiative". "Elterninitiative" oder Ähnliches - die Ängste und Unsicherheiten der Menschen werden geschürt und missbraucht. Und dann stehen ein paar verschreckte Bürger auf einmal in einem Fackelumzug, dessen Organisatoren sie nicht kennen.

Die Initiative Dialoge für Gohlis, so Burkhard Jung, habe viel dazu beigetragen, die Diskussion in Gohlis zu versachlichen. "Wir kommen an dieser Diskussion nicht vorbei, das zeigt auch die Debatte um das Asylbewerberheim in Schönefeld", sagte er. Und weiß auch, wie tief das alte Vokabular noch immer in unserem Alltag steckt. Da erschrickt auch der OBM, wenn ihm so etwas unverhofft begegnet: "Das steckt auch in unserem täglichen Sprachgebrauch."

Und dabei ist ihm an diesem 7. Februar noch bewusster als drei Monate zuvor: "Es liegt noch viel, viel Arbeit vor uns."

Auch im Erklären und Verständlichmachen. Denn wenn im Nahen und Mittleren Osten die Bürgerkriege toben, dann fliehen die betroffenen Menschen natürlich in ein Land wie Deutschland, um hier Asyl zu finden. Die Asylbewerberzahlen sind in den letzten drei Jahren auch in Sachsen gestiegen. Und die Hauptlast müssen natürlich die drei Großstädte übernehmen. Noch 2014 bekommen - nach der zentralen Aufnahmeeinrichtung in Chemnitz - nun auch Dresden und Leipzig solche zentralen Aufnahmeeinrichtungen. Das wird eine Menge Transparenz und Vermittlung brauchen.

Und natürlich solche Aktionen wie die von der Initiative Dialoge für Gohlis angestoßene, die nicht nur Akteure aus dem Ortsteil Gohlis einband, sondern auch andere engagierte Menschen, um sich für Religionsfreiheit und gelebte Vielfalt einzusetzen. Auch wenn das erste Ziel erst einmal lautete: für Transparenz und Versachlichung der Debatte um den geplanten Bau einer Moschee durch die Ahmadiyya-Gemeinde an der Georg-Schumann-Straße in Leipzig zu sorgen.

Hinweis: Dieser Inhalt ist lediglich ein Verweis auf einen extern (nicht auf dieser Website) veröffentlichten Medienbericht. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland übernimmt in inhaltlichen Angelegenheiten zu diesem Artikel keine Verantwortung.

Quelle: Originalartikel lesen

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