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Stadt Leipzig wirbt um Toleranz für Moschee-Bau

Datum: 10. Oktober 2013

Leipzig. Die Stadt Leipzig wirbt um Offenheit für den geplanten Bau einer Moschee. „Die unterschiedlichen Kulturen müssen und sollten miteinander umgehen. Dazu gehört auch, dass unterschiedliche Glaubensrichtungen ausgelebt werden können“, sagte Baudezernentin Dorothee Dubrau am Donnerstag.

Die Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyya Muslim Jamaat will in Leipzig eine Moschee mit zwei Minaretten errichten.

Sollte die Stadt die Baugenehmigung erteilen, könnte mit dem Bau 2014 begonnen werden, sagte der Bundesvorsitzende der Glaubensgemeinschaft, Abdullah Uwe Wagishauser. „Es wird eine verhältnismäßig kleine Moschee. Wir bauen keine Protzbauten.“ Auch er betonte, dass die 60 bis 70 Leipziger Gemeindemitglieder auf Gespräche und eine gute Nachbarschaft mit den Anwohnern aus seien.

Ahmadiyya Muslim Jamaat ist laut Wagishauser die älteste muslimische Gemeinde in Deutschland. Sie habe 35.000 Mitglieder und bundesweit 35 Moscheen „mit Kuppel und Minarett“. „Wir verstehen uns als Reformgemeinde im Islam“, sagte Wagishauser. „Wir haben immer versucht, den Islam als die Religion zu präsentieren, als die wir sie verstehen: nämlich als friedfertige Religion.“

Die Leipziger Ahmadiyya-Moschee wäre die zweite in Ostdeutschland nach einer 2008 eröffneten in Berlin-Pankow. Gegen den Bau dort hatte es erhebliche Proteste und Demonstrationen gegeben. „Mittlerweile ist die Situation dort wirklich befriedet“, sagte Wagishauser. Es gebe in Berlin ein entspanntes Verhältnis mit den Nachbarn.

Die Leipziger Stadtverwaltung setzt auf eine frühzeitige Information und Beteiligung von Bürgern. „Ich glaube, Ängste kann man nur abbauen, wenn man ins Gespräch kommt“, sagte Dubrau. Das Baudezernat hat bisher eine Bauvoranfrage auf dem Tisch. Wird die positiv beschieden - und danach sieht es laut Dubrau aus - könne die Gemeinde eine Baugenehmigung beantragen.

Der Moschee-Bau wird laut Wagishauser rund eine halbe Million Euro kosten, finanziert von der Ahmadiyya-Gemeinde.

Hinweis: Dieser Inhalt ist lediglich ein Verweis auf einen extern (nicht auf dieser Website) veröffentlichten Medienbericht. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland übernimmt in inhaltlichen Angelegenheiten zu diesem Artikel keine Verantwortung.

Quelle: Originalartikel lesen

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