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Vorwurf der Erpressung - Ahmadiyya wehrt sich

Datum: 29. November 2014

Die muslimische Ahmadiyya Gemeinde Deutschland verwahrt sich gegen den Vorwurf, Mitglieder zu erpressen. Anfang der Woche berichteten „Spiegel“ und „Report Mainz“, Ahmadiyya verlange hohe Spenden von Asylbewerbern, um deren Verfahrenschancen zu verbessern. Einer der „Zeugen“ will sich in diesem Sinne aber nie geäußert haben.

Frankfurt.
Die Ahmadiyya Gemeinde sieht sich als Opfer der Medien. Die in Hessen als Körperschaft anerkannte muslimische Gemeinde erpresse Mitglieder im Asylverfahren, berichteten das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ und das ARD-Politmagazin „Report Mainz“ am Montag und Dienstag dieser Woche. Bereits im Juli hatte das „Darmstädter Echo“ einen entsprechenden Artikel veröffentlicht. Auf FNP-Anfrage bestätigte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, es prüfe seither die Vorwürfe. Ergebnisse gebe es noch nicht.

Alle Behauptungen seien falsch, sagten Ahmadiyya-Vertreter gestern auf einer Pressekonferenz in ihrer Deutschland-Zentrale in Bonames und präsentierten ihre Position in einem komplizierten Sachverhalt.

Darum geht’s: Ahmadis, wie die Gemeindemitglieder genannt werden, gehören zu einer verfolgten Minderheit in Pakistan. Bittet ein pakistanischer Ahmadi in Deutschland um Asyl, muss er wie alle religiösen Flüchtlinge zwei Bescheinigungen vorlegen: In einer bestätigt seine Gemeinde seine Mitgliedschaft. In der anderen beurteilt die Gemeinde, wie engagiert der Asylbewerber seinen Glauben lebt und Rituale wie das Freitagsgebet erfüllt. Einen dazugehörigen Fragebogen des Verwaltungsgerichts muss die Gemeinde gewissenhaft beantworten und eine abschließende Bewertung abgeben.

Vage Glaubensprüfung
Glaubensprüfungen wie diese sind vage, weshalb ihnen viele Richter auch nur geringe Bedeutung beimessen. Die Macht desjenigen, der sie ausstellt, mag Asylbewerbern dennoch groß erscheinen. So soll die Ahmadiyya laut „Spiegel“ und „Report Mainz“ ihr Urteil auch davon abhängig machen, wie viel ein Mitglied mit Asylverfahren an die Gemeinde spendet. Die Journalisten berufen sich auf zwei Insider, die von systematischer Erpressung und Ausbeutung berichten, von einer lukrativen Einnahmequelle für die ohnehin wohlhabende Gemeinde auch. Der eine, ein Ex-Ahmadi aus Köln, ist im TV-Beitrag zu sehen. Der andere verbirgt sich hinter Milchglas.

Abdullah Uwe Wagishauser, Vorsitzender von Ahmadiyya Deutschland, sagte gestern, dass sich zurzeit nur etwa 1000 Mitglieder in Asylverfahren befänden. Angesichts der anderen 35 000 überwiegend großzügig spendenden Ahmadis sei allein schon der Hinweis auf gute Einnahmequellen absurd. Über den Kölner Informanten der Reporter sagte er: Der Mann sei 2000 von der Gemeinde wegen einer angeblich falschen Bürgschaft exkommuniziert worden und seither führend aktiv in einer muslimischen Vereinigung, die die Ahmadiyya bekämpfe.

Im ARD-Beitrag wird das nicht erwähnt. Heiner Hoffmann, der für „Report Mainz“ recherchiert hat, sagte gestern der FNP, dass er von der Anti-Haltung seines Informanten wisse. Zum Hintergrund des anonymen Insiders wollte er sich nicht äußern. Zu dem Vorwurf der Ahmadiyya-Gemeinde, er habe Kampagnen-Journalismus betrieben, sagte er: „Es handelt sich um eine normale Verdachtsberichterstattung.“

Eine ominöse Spende
Den Verdacht soll im TV-Bericht der Fall des 34-jährigen Familienvaters Lugman Ahmad Tarar untermauern. Vor zehn Jahren flüchtete der Ahmadi aus Pakistan und bemüht sich seither um Asyl. Zwei Instanzen erkannten ihn als verfolgt an, zwei nicht. Nach einem Spruch des Europäischen Gerichtshofs verhandelt aktuell wieder das Oberverwaltungsgericht (OVG) Leipzig den Fall. Bei einem Termin im September prüfte der dortige Richter die Bescheinigungen der Ahmadiyya sehr genau. Die nämlich hatte Tarars religiöses Engagement als nur „durchschnittlich“ beurteilt.

Reporter Hoffmann war in Leipzig dabei und sagt, er habe den Verhandlungsverlauf genau mitgeschrieben. In seinem TV-Bericht schildert er eine entscheidende Szene so: Der Richter habe Tarar gefragt, wie er sich die mäßige Bewertung erkläre. Darauf habe Tarar erzählt, dass er der Gemeinde eine Spende von 3000 Euro versprochen, aber nur 2100 Euro zusammenbekommen habe. Er habe auch ein goldenes Armband seiner Mutter veräußert.

Der FNP liegt ein Tonbandprotokoll des OVG Leipzig vor. Demnach erzählte Tarar zwar von seiner Spende, aber nicht im Zusammenhang mit der Bescheinigung. Laut Protokoll antwortet er auf die Frage nach der Bescheinigung, er habe wegen seiner beruflichen Fahrerei oft an anderen Orten gebetet und sei in der Gemeinde nicht so oft gesehen worden.

Dies betonte Tarar gestern auch noch mal am Rande der Pressekonferenz. Er fühle sich falsch dargestellt und habe gedacht, die Journalisten wollten über sein Asylverfahren berichten. In der Ahmadiyya-Zentrale war er mit seinem Rechtsanwalt erschienen – nun als Kronzeuge der Gemeinde.

Hinweis: Dieser Inhalt ist lediglich ein Verweis auf einen extern (nicht auf dieser Website) veröffentlichten Medienbericht. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland übernimmt in inhaltlichen Angelegenheiten zu diesem Artikel keine Verantwortung.

Quelle: Originalartikel lesen

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