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Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Muslime, die an den Verheißenen Messias und
Imam Mahdi, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad
Qadiani (as), glauben.

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Islamausstellung im Rathaus Düsseldorf - Offene Erwiderung auf die Vorwürfe der lokalen CDU-Fraktion

Datum: 13. Februar 2017

Sehr geehrter Herr Gutt,

in Ihrem offenen Brief vom 10. Februar 2017 wird eine Ausstellung der Ahmadiyya Muslim Jamaat im Rathaus der Stadt Düsseldorf zur Zielscheibe von politischen Vorwürfen und religiös-kulturellen Vorurteilen gemacht.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat, mit einer über 90-jährigen Geschichte in Deutschland und mehreren Jahrzehnten in Düsseldorf, tritt dieser offensichtlich politisch motivierten Kritik in Bezug auf die Rolle der Frau im Islam mit Nachdruck entgegen. Der hier verfolgte Ansatz zielt gemeinhin darauf ab eine mediale Effekthascherei für parteipolitische Zwecke zu betreiben anstatt ein konstruktives Dialogumfeld zu schaffen.

Als transparente, offene und dialogbereite Gemeinde mit gut integrierten, gebildeten Mitgliedern vermissten wir die Kritiker am Ausstellungsstand. Gern hätte jedes Mitglied der Fraktion sich auf eine ergebnisoffene Diskussion über die Rolle der Frau und das Frauenbild im Islam während der Ausstellungstage einlassen dürfen, als unter den 20 bis 25 Ansprechpartnern und Ausstellungsbetreuern der Gemeinde tagtäglich 6 bis 7 (praktizierende) muslimische Frauen zum Gespräch zur Verfügung standen. Dieser Dialog würde erlauben die Lebenswirklichkeit und gegenseitige Wahrnehmung nachzuvollziehen.

Die öffentlichkeitswirksame und politisch motivierte Kritik im Nachgang offenbart uns Muslimen eine unfaire und unangemessene Haltung mit zweierlei Maß für unterschiedliche religiöse Gruppierungen. Es zeugt von keiner bewundernswerten Disziplin, dass an Stelle von Dialog und Respekt bloß Textauszüge herausgepickt werden um jemanden öffentlich an den Pranger zu stellen. Zielscheibe aktueller Kritik ist die Glaubwürdigkeit, die Offenheit und Willkommenskultur der multireligiösen und multikulturellen Landeshauptstadt Düsseldorf. Dabei wird außer Acht gelassen, dass grundsätzlich alle demokratischen Kräfte im gleichen Boot sitzen. (Die Ahmadiyya Muslim Jamaat pflegt auf Landes- und Bundesebene direkte Kontakte zur CDU mit Gemeindemitgliedern, die in der CDU aktiv sind. Als regelmäßiges Mitglied der Deutschen Islamkonferenz (DIK) besteht zudem ein reger Austausch mit der Bundesregierung.)

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat achtet das Grundgesetz und steht für die Gleichbehandlung von Mann und Frau ein. Als überzeugte Muslime und Demokraten empfinden wir es als Pflicht uns für die Gleichbehandlung und Gleichwertigkeit aller Menschen, sowohl Frauen als auch Männern, tagtäglich einzusetzen. Wir Muslime fühlen uns dank der Offenheit der Stadt Düsseldorf und zahlreicher anderer Städte in Deutschland zuhause und betrachten es als unsere Heimat.

Der Islam als Religion fordert seit jeher die bedingungslose Gleichwertigkeit von Mann und Frau in einer Art und Weise, wie keine andere Religion es forderte. Die aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate beziehen sich auf fein austarierte, moralische Grenzen in Bezug auf Keuschheit und Scham, die für beide Geschlechter gleichermaßen gelten, sodass wir die Kritik in der einseitigen Lesart zurückweisen. Richtig ist, dass der Islam ähnlich wie andere große Religionen die Zurschaustellung körperlicher Reize sowohl für den Mann als auch für die Frau äußerst kritisch sieht. Der in Ihrem Brief gezeichnete Umkehrschluss eines einladenden Verhaltens steht jeder islamischen Ansicht diametral entgegen und entbehrt jeder Grundlage. Muslimen ist jedweder außer- und vorehelicher sexueller Kontakt strikt untersagt. Das gilt unabhängig vom Geschlecht oder dem Grad der offengelegten Reize oder gar dem Glauben des anderen. Dass ein solch verzerrter Rückschluss erfolgt, erachten wir Muslime als verstörend und demütigend.

Um genau gegen dieses Gedankengut anzukämpfen haben wir die Besucher des Rathauses zur Ausstellung und zu Gesprächen eingeladen. Gern haben wir über die Vielfalt im Islam informiert und dazu beigetragen Muslime als Ansprechpartner erlebbar zu machen. Wir erachten es als notwendig und selbstverständlich, dass angesichts der gesellschaftlichen Zerrissenheit über die Frage nach dem Umgang mit Muslimen das Gespräch auf repräsentativem aber neutralem Boden möglich gemacht wird. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat führt den Dialog auf Augenhöhe und zeigt sich als offene und transparente Gemeinde. Wir können vielmehr schlussfolgern, dass die Forderung nach Ausschluss aus dem öffentlichen Raum darauf abzielt die Muslime zu geißeln, damit sie sich bloß nicht aus ihren sogenannten Hinterhöfen hervortrauen. Vordergründig bedient dieser Gedanke dann das Klischee.

Die Offenheit der Ahmadiyya Muslim Jamaat fand bereits in der Vergangenheit großen Anklang beim Oberbürgermeister Herrn Thomas Geisel, sodass ein regelmäßiger Gedankenaustausch entstanden ist. Der gegenseitige Respekt hilft Muslimen sich ernst genommen zu fühlen. (Jede anderslautende Einlassung zu diesem Thema entbehrt jeglicher Grundlage und offenbart die parteipolitischen Absichten der Kritisierenden)

Die Gemeindemitglieder verwundert die Kritik sehr, denn die CDU machte sich bis zuletzt im Lichte von Bürgertum und Konservatismus für den finanziellen Anreiz einer häuslichen Betreuung von Kleinkindern durch Frauen stark, Stichwort Herdprämie. Aus den gleichen Reihen werden Forderungen wie die Frauenquote abgelehnt, während im wirtschaftlichen Umfeld Frauen in Deutschland nach wie vor deutliche Unterschiede beim Gehalt hinnehmen müssen, da Ihnen die politische Stimme fehlt. Das hier verkörperte Frauenbild genügt den aufgestellten Ansprüchen wohl kaum.

Die Ahmadiyya Muslim Jamaat in Düsseldorf lädt die CDU Fraktion ein sich über das Thema Frauenrechte und das Frauenbild des Islam ergebnisoffen auszutauschen, falls sie bereit sind die vorurteilsbehaftete Haltung zurückzunehmen. Ahmadi Muslime bieten der CDU Fraktion und anderen Parteien gern den offenen Dialog an.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Mohammad Dawood Majoka
Pressesprecher der Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland KdöR

Anlage: Kurze Anmerkungen zu konkreten Punkten (PDF)

Veröffentlicht durch die:
Pressestelle der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Deutschland
Telefon: 0163 - 302 74 73
E-Mail: presse@ahmadiyya.de

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