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Muslime, die an den Verheißenen Messias und
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Qadiani (as), glauben.

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Zwangsverheiratung in Deutschland - Anzahl und Analyse von Beratungsfällen

Datum: 12. November 2011

Pressemitteilung zur Studie „Zwangsverheiratung in Deutschland - Anzahl und Analyse von Beratungsfällen" des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die Frauenorganisation der Ahmadiyya Muslim Jamaat, „Lajna Imaillah“, begrüßt die Bemühungen der Bundesfamilienministerin Frau Dr. Kristina Schröder, das Problem der Zwangsverheiratung in Deutschland auf ihre Motive und Ausmaße hin zu untersuchen, die am 09.11.2011 in einer aktuellen Studie „Zwangsverheiratung in Deutschland – Anzahl und Analyse von Beratungsfällen“ präsentiert wurden.

Zwar betont die Bundesfamilienministerin in ihrem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 08.11.2011 zu Recht, dass

„keine zu kurzen und zu einfachen Kausalketten“

geschlossen werden dürften, doch in einem weiteren Absatz stellt sie dennoch einen von unserer Seite zu kritisierenden Zusammenhang zwischen dem Islam und der Zwangsverheiratung her. So heißt es in ihrem Gastbeitrag:

„Trotzdem darf uns der religiöse Aspekt nicht kalt lassen. Der Zusammenhang zwischen kulturellem Hintergrund und menschlichem Handeln ist eine soziologische Selbstverständlichkeit. Trotzdem wird dieser Zusammenhang in Hinblick auf den Islam oft verleugnet oder wegdefiniert. Angesichts des Streites, ob der Islam Teil des Problems ist oder nicht, wird leider völlig ausgeblendet, dass er auf jeden Fall Teil einer Lösung sein muss. Wir müssen erreichen, dass islamische Autoritäten in Deutschland es noch stärker als ihre Aufgabe begreifen, Zwangsverheiratungen zu verweigern und dagegen einzuschreiten.“


Auch wenn die Studie zeigt, dass die Mehrheit der von Zwangsheirat betroffenen Frauen Musliminnen waren, so muss doch betont werden, dass Zwangsehen unislamisch sind und auch die Studie keinen Zusammenhang zur Religion herstellen konnte. Denn in der Studie heißt es ausdrücklich:

„Mit der gewählten Methode und anhand der Datenlage konnte und sollte also nicht überprüft werden, ob und welche Zusammenhänge die Religionszugehörigkeit/Religiosität mit Zwangsverheiratung hat.“


Die Religionszugehörigkeit wurde als „leere Variable“ bezeichnet, die ohne Vergleichzahlen und ohne Informationen darüber, wie die Religion tatsächlich praktiziert wird, keinen Aussagewert hat. Dennoch unterstützen wir aus muslimischer Seite die Forderung von Frau Dr. Schröder, dass der Islam

„auf jeden Fall Teil einer Lösung sein muss.“

Der Islam verhindert durch seine theologischen Ansätze, dass junge Menschen und vor allem Frauen zwangsverheiratet werden.

Aus den islamischen Quellen, zusammengesetzt aus dem Koran sowie den Überlieferungen und der Praxis des Propheten Muhammadsaw geht eindeutig hervor, dass Zwangsverheiratung strengstens verboten ist. Des Weiteren betont der Islam auch, dass das Ziel einer Ehe das Finden von Frieden durch den Austausch von Liebe und Zärtlichkeit (Sure 30, Vers 22) ist, was durch Zwang nicht erreicht werden kann. So heißt es in einer Überlieferung des Prophetensaw:

„Eine Frau ohne Ehemann darf nicht verheiratet werden, bis sie zugestimmt hat, und eine Jungfrau darf nicht verheiratet werden, bis sie ihre Erlaubnis dazu gegeben hat.“ (Quelle : Ibn Majah, Abu Daud)


Laut einer weiteren Überlieferung ließ er sogar eine Ehe annullieren, als er von der Zwangsverheiratung erfuhr:

“Eine Frau namens Khansa bint Khidam kam einst zum Propheten und beklagte sich: ‚Mein Vater zwang mich meinen eigenen Cousin zu heiraten, um damit seinen Status (in den Augen der Leute) zu erhöhen.‘Der Prophet sagte ihr, dass sie frei ist, diese Ehe aufzulösen und wen auch immer sie wünscht zur Ehe auszuwählen.“ (Quelle: Ahmad, Nasa’i und Ibn Madscha)


Darüber hinaus fordert die Bundesfamilienministerin Schröder,

„dass islamische Autoritäten in Deutschland es noch stärker als ihre Aufgabe begreifen, Zwangsverheiratungen zu verweigern und dagegen einzuschreiten.“

Sowohl die Ahmadiyya Muslim Jamaat e.V. als auch ihre von den Männern unabhängige Frauenorganisation, die „Lajna Imaillah“, haben in ihren Schriften und im alltäglichen Leben seit jeher Zwang im Namen der Religion vehement verurteilt und verhindert.

Die „Lajna Imaillah“ ist eine Organisation selbstbestimmter Frauen, die für die Rechte, die Erziehung und Bildung insbesondere der muslimischen Frau, sowohl in religiöser als auch in gesellschaftlicher Hinsicht, eintritt. Sie organisiert zwecks Aufklärung sowohl in der Gemeinde, als auch für die allgemeine Öffentlichkeit, Seminare zum Thema Frauenbewegungen im Islam, Selbst-und Fremdbild der Muslima und auch zum Thema Zwangsverheiratung und Ehrenmorde. Sollte es Ahmadi-Frauen geben, die von der Zwangsverheiratung bedroht sind, können sie sich von einem Amtsträger oder einem Imamen der Gemeinde Hilfe einholen und werden unterstützt und beraten.

Veröffentlicht durch die:
Pressestelle der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Deutschland
Telefon: 0163 - 302 74 73
E-Mail: presse@ahmadiyya.de

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