| 13.01.2008, Festakt 100 Jahre Ahmadiyya-Khalifat, Hamd-Moschee, Wittlich |
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Am 13. Januar 2008 hatte die Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) zu einem Empfang anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Ahmadiyya-Khalifat“ in die Hamd- Moschee in Wittlich geladen. Aus Anlass dieses Jubiläums sollte den Gästen die Institution des Ahmadiyya-Khalifats als rein spirituelle Leitung ohne politische Ambitionen und die hinter dieser Institution stehende Philosophie vorgestellt werden. Der Einladung folgten viele Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, u.a. Herr Dieter Burgard, Mitglied des Landtags von Rheinland-Pfalz, Herr Christoph Holkenbrink, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, Herr Alfons Kuhnen, Ortsbürgermeister Platten, Herr Fritz Kohl, Ortsbürgermeister Bruch, Herr Lothar Schönhofen, Ortsbürgermeister Hupperath. Der Festakt begann mit der Rezitation einiger Verse aus dem Heiligen Quran. Anschließend wurde die deutsche Übersetzung der Quranverse vorgetragen. Danach trugen einige Kinder der Gemeinde ein deutsches Gedicht von Herrn Hadayatullah Hübsch, einem bekannten Dichter und Schriftsteller aus der AMJ, vor. Nach Begrüßung der Gäste stellte Herr Abdur Rafik Ahmad, Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecher der AMJ Deutschland, den Gästen die AMJ kurz vor. Er gab einen Überblick über die Geschichte der AMJ in Deutschland und erwähnte u.a. die karitativen und integrationsfördernden Aktivitäten der AMJ. Sodann richtete Herr Dieter Burghard, MdL, einige Worte an die Gäste. Er betonte, dass die Religionsfreiheit ein elementares Grund- und Menschenrecht sei und sprach von einer Renaissance des Glaubens. Menschen fragten nach der religiösen Erfüllung, dem Sinn des Lebens, die Speise der Seele. Die religiöse Kenntnis voneinander sei ein wichtiger Baustein. Wichtige Bausteine würden dann aber vor allem im Alltag, im Umgang z.B. mit dem Fastenmonat, mit dem Respekt vor dem Glauben, den religiösen Traditionen und Gebräuchen des Anderen, eingesetzt. Anschließend hielt Herr Abdullah Uwe Wagishauser, Vorsitzender der AMJ Deutschland, eine Rede über das Ahmadiyya-Khalifat. Er betonte, dass heute die AMJ die einzige Gemeinschaft im Islam sei, die die Institution des Khalifats besitze und sich seit 100 Jahren der Leitung eines Khalifen uneingeschränkt erfreue.
Das Konzept vom Khalifat in der Ahmadiyya Muslim Jamaat sei das eines spirituellen Khalifats. Der Khalif sei demgemäß der spirituelle Nachfolger des Verheißenen Messias und Mahdi (Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (as), der seinerseits vom Heiligen Propheten (Friede sei auf ihm) als sein „Khalifa“ und Erneurer des Islams vorausgesagt worden sei. Weiter sagte Herr Wagishauser, dass das Khalifat eines jener Konzepte des Islams sei, die leider vielfach falsch verstanden worden seien, sowohl von den Muslimen als auch den Nicht-Muslimen. Die Muslime sähen im Khalifat teilweise nur ein Symbol der politischen Einheit. Die Nicht-Muslime sähen im Khalifat genauso nur eine politische Kraft, zudem eine, die mit allen Mitteln die politische Herrschaft des Islams über die ganze Welt anstrebe. Diese Vorstellungen widersprächen dem wahren islamischen Konzept von „Khilafat“. Nach der Rede von Herrn Wagishauser wurden Herrn Burgard und den anwesenden Bürgermeistern je ein Exemplar der von der AMJ herausgegebenen deutschen Übersetzung des Heiligen Qurans überreicht. Der Empfang klang mit einem gemeinsamen Mittagessen und vielen interessanten und anregenden Diskussionen aus.
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